| Faserlexikon
Der älteste Fund einer Baumwollkapsel wurde in Mexiko gemacht und stammt aus der Zeit um 5800 v. Chr. Araber und Sarazenen verarbeiteten um 1000 v. Chr. die Baumwolle in Europa. Um 1700 wurden die zur Verarbeitung erforderlichen Maschinen erfunden. Um 1900 hatte die Baumwolle einen Anteil von über 90% am Welttextilmarkt. Mittlerweile ist jedoch durch die Produktion von Chemiefasern der Anteil wieder auf 45% gesunken. Baumwolle wird in ca.80 Staaten der Welt angebaut. Die wichtigsten Erzeugerländer sind: USA, China, Indien, Pakistan, Usbekistan, Türkei, Australien, Argentinien, Ägypten und Griechenland. Ein entscheidendes Qualitätsmerkmal ist die Stapellänge (Faserlänge) der Baumwollfaser. Je länger die Faser, desto feiner ist das Garn. Je feiner das Garn, desto weicher ihr Griff. Die in der Textilbranche am häufigsten gebrauchten Begriffe im Bereich Baumwolle sind: Supergekämmte Baumwolle:
Kardierte Baumwolle: Open-End-Ware: Merkmal: Baumwolle kann bis zu 20% dampfförmige Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen, und 65% ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne zu tropfen. Baumwolle hat eine geringe Elastizität und knittert stark. Durch spezielle Ausrüstungsvorgänge kann jedoch eine gute, bügelleichte Qualität erzeugt werden. Baumwolle ist in der Regel kochfest, jedoch gelten bei bestimmten Ausrüstungsmerkmalen Einschränkungen. Bei bunten Baumwolltextilien gelten jedoch Einschränkungen. Fasermischungen mit Polyester, Polyamid, sowie Viskose und Modal sind möglich. Dadurch sind bessere Pflegeeigenschaften, sowie Kosteneinsparungen möglich. Auch Elasthan Mischungen von bis zu 10% geben dem Textil dann die gewünschte Elastizität.
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